Skurril - Modelleisenbahn einmal ganz anders



Menschen, die sich mit Märklin Z beschäftigen, lassen sich nicht unbedingt in die Sparte der Normalbürger einsortieren. Sie sind feinsinnige Genießer, schätzen das Exklusive, lassen sich auch gerne mal zu Neuem verführen. Ganz gleich, ob sie nun Liebhaber kostbarer Sammlerstücke aus edlen Metallen, bekennende Eisenbahnfans oder praktizierende Modellbahner sind. Sie alle können für sich in Anspruch nehmen, etwas Besonderes ihr Eigen nennen zu können. Und dann gibt es da noch den Kreis der Cleveren und Findigen, manchmal leicht skurril anmutenden Tüftler. Sie schaffen es, dort mit ihrer Märklin Z zu spielen, wo andere längst schon abwinken würden.




Großzügig - Anlagenbau vom Feinsten



Freilich, die Kofferanlage ist ein alter Hut, aber mit dem kleinsten Radius von gerade einmal 145 mm sind der bisweilen verrückten Kreativität keine wirklichen Grenzen gesetzt. So kann ein Geburtstagsgeschenk durchaus schon mal seine Jungfernfahrt auf der reich verzierten Torte eines Konditormeisters antreten. Dank dem Maßstab von 1 : 220 stellt der Platz, auf der sich der Minimalist entfalten kann, keine Barriere dar.
Dabei vermittelt die kleinste elektrische Serieneisenbahn der Welt ihre wahre Größe: saubere und wesentliche Detaillierung und eine wohlproportionierte, realistische Wiedergabe des großen Vorbilds lässt auch den Kenner mit der Zunge schnalzen.




Monumental - Maßstabs- und detailgetreues Zubehör


Märklin-Z-Lokomotiven sind, wie sollte es auch anders sein, vielfach aus Metall. Auf dem grundsoliden Fahrwerk finden sich hochwertige Kunststoffgehäuse und auch solche aus Metalldruckguss. Dieses aufwendige Verfahren setzen die Fertigungstechniker vor allem bei Dampflokomotiven ein. Für den Vortrieb sorgt seit einigen Jahren ein fünfpoliger Motor. Schon bei niedrigen Geschwindigkeiten zeigt er, was in ihm steckt. Die Freunde der Baugröße Z würdigen insgesamt seinen ruhigen Lauf und seine ordentlichen Zugkräfte. Echt gute Laufkultur eben. Die ist auch vonnöten, wenn es um den realistischen Anlagenbau geht. Dank dem ausgefeilten Zubehörsortiment, vom Bahnbetriebswerk bis hin zu elektrischen Schranken, findet der Modellbahner alles, was er braucht.




Vorbildlich - immer auf dem neuesten Stand der Technik


Und da sich auch auf recht bescheidener Fläche bereits wunderschöne Anlagen gestalten lassen, wird der Zugbetrieb zur puren Faszination. Egal ob eine 103 ihren InterCity eine lange Rampenstrecke hinaufschleppt oder der Taurus im gelb/ silbernen Farbkleid eine schier endlose Schlange an bunten Containertragwagen an die Kupplung genommen hat. Und wie wäre es mit der preußischen P 10 und dem legendären SVT, die alle gut zum Thema Berlin passen, das rund um den als Bausatz erhältlichen Anhalter Bahnhof angesiedelt ist?
Bleibt noch anzumerken, dass natürlich die meisten Lokomotiven über ein funktionsfähiges Spitzensignal verfügen, auf das Kommando von Signalen hören und sich als E-Loks den Fahrstrom auch aus der Oberleitung holen können. Dem Anlagenplaner steht ein lückenloses Gleissystem zur Verfügung. Drei Radien, schlanke Weichen und ein Flexgleis erlauben eine phantasievolle oder vorbildorientierte Umsetzung. Wer sich vom Charme der Baugröße Z verführen lassen möchte, für den stehen reizvolle Startpackungen bereit. Sie schaffen Grundlagen für einen immerwährenden Spielgenuss.

Auszug aus dem Märklin Z-Jahrbuch 2006